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Interruptus oder auch: “Ein Neues Jahr…”

Und dann war mal wieder Stress… Ja so ist das, wenn sich wieder alles ändert und ich mich mehr oder weniger an neue Situationen anpassen muss. Jahresenden sind bei mir geprägt von beruflichem Stress und gleichzeitig emotionalem, meist durch die Feiertage bedingtem Stress. Hinzu kommt dann jetzt noch das Große “bisschen” sonstiger Trubel.

Ich tue mich zur Zeit etwas schwer, mich selbst in diese Welt einzusortieren. Da Erdbeertal und ich uns wegen unserem Kind immer mehr mit dem Thema Autismus beschäftigen, fange ich selber an, mich besser zu verstehen. Ich selbst habe ja nur eine wage Diagnose in meiner Kindheit bekommen und erst mit Mitte Dreißig davon, eher durch eine Randbemerkung meiner Eltern, erfahren.

Durch Minis Diagnose ist nun zum ersten Mal eigentlich richtig klar, was in meinem Kopf los ist. Warum ich anders Funktioniere, oder anders Denke wie der Rest. Oder warum die halt nicht so denken wie ich. Oder eher wie Mini und ich? Die Amerikaner beschreiben Asperger, bzw ASS ( Autismus Spektrum Störung) gerne als “Ups, wrong Planet” . Kommt gut hin…

Erdbeertal, interfamilär dann grade doch eine Minderheit, beschreibt ihre Situation eher mit: “Scheiße, bin im falschen Raumschiff mitgeflogen…”. Puha. Alles zwar etwas klarer umrissen, macht es das ganze doch nicht wirklich einfacher.

Was das nun bedeutet? Nun ja, hier im Blog hänge ich mit Fotos und Texten hinterher. Der 4. Advent, Sylvester, Bondage, Titty Twister… Sollte ich jetzt einfach sagen: ” Du hattest keine Zeit und wars so überreizt und fertig, hol es einfach nach? So einfach Chronologisch… ” also würde als nächstes der 4. Advent kommen. Oder doch eher:” Spielen wir einfach weiter… ? Da ist doch so viel im Kopf… “. Ich sag ja, nicht einfach. Und manchmal ist es doch einfacher, andere um ihre Meinung zu fragen. Bevor ich mir den Kopf zermartere, was den jetzt die restlichen 99.9% auf diesem Planeten als Normal ansehen.

In diesem Sinne. Ein frohes neues Jahr!

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Lange ist es her

Ja, manchmal überholt einen die Zeit.
Der letzte Post ist noch vom März 2013. Das sind nun etwas mehr wie Drei verdammte Jahre. Drei Jahre, in denen, zumindest im Alltag so vieles passiert ist:
– Im Juni 2013 kommt die Tochter ins Krankenhaus. Diagnose leider nicht Windpocken. Immunsystem mag ihren Körper nicht. Verwächst sich irgendwann mal. Vielleicht in der Pubertät, vielleicht auch nicht. Also hängt der Erdenbär das Studium an den Nagel und geht fortan als StiNo schaffen.
– Mai 2014, hurra eine Facharbeiterstelle, leider nicht als Techniker, aber besser wie als Hilfsarbeiter. Betriebsbedingte Kündigung der E Abteilung im November. Tschüß Festeinstellung, ab jetzt dominiert Harz 4 😑
– von 2014 bis Mitte 2015 geht es der ältesten Generation zusehends schlechter. Magenblutung mit Demenz, auf der anderen Seite Lungenentzündung, resistente Keime und ständig Intensivpflege. Im Mai dann die Sterbebegleitung. Was früher normal ist, haben wir schon lange vergessen. Der Tod ist etwas ganz normales, etwas ruhiges. Weder bringt es etwas ihn künstlich zu verzögern, noch von den Kindern fern zu halten ( was meine Eltern mit mir taten). Nach der Beisetzung dann die Entscheidung, der nächste Job muss im Norden sein, sonst bringt mich die Pendelei um das Haus zu pflegen um. Und die Arbeit am Haus muss nunmehr von Erdbeerchen und mir gemacht werden.
– Im Januar 2016 führt die Jobsuche im Norden zum Erfolg. Erstmal zwar nur Zeitarbeiter und wohnen im Haus bei Erdbeertals Eltern, aber der Rest ist schon mehr oder weniger fix. Im August 2018 ist mit NRW Ende. Dann kommt die Tochter hier in die 7. Klasse und mein Erdbeere ist hoffentlich mit der Uni durch. Und bis dahin bin ich dann wohl erstmal Strohwitwer und WE Pendler. Zumindest verbessert sich der Zustand des Hauses zusehends.

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