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Ernährungsumstellung

Das mit der Ernährungsumstellung war irgendwie schon fast wieder einfacher als ich es mir vorgestellt habe.
Liegt bei mir wohl einfach auch daran, daß ich mich generell gerne mit der Ernährung im historischen Kontext beschäftige.
Unumstrittene Tatsache ist, jeder Mensch verbraucht für Arbeit Kalorien. Und ohne Essen ist das nun mal nicht zu schaffen.
Ein “Standard-Mensch ” hat heute eine Empfehlung von 2000 kcal am Tag. Was dem klassischen Büroangestellten zum Survival gereicht, bringt einen aktiven Menschen über kurz oder lang um. Auch wenn es im Mittelalter fette Menschen gab, so verbrauchte zur selben Zeit ein Bauer gut 4000 und mehr Kalorien am Tag. In der Bronzezeit wohl eher 6000, in der Steinzeit eher 8000. Das liegt vor allem daran, daß die Pflanzen damals viel weniger Ertrag hatten, als unsere heutigen.
Was heißt das nun? Aus Antropologischer Sicht ist der Mensch absolut darauf konditioniert, möglichst effektiv alle Kcal aus der zugeführten Nahrung zu verwerten, bei Überschuss zu Bunkern und bei Mangel die Reserven abzubauen. Wenn keine Reserven mehr da sind, dann war es das, man stirbt (verhungert).

Ich weiß von 25 Jahren Up and Down meines Gewichts, daß ich in passiven Phasen immer zugenommen habe ( typisch für Büro und Schreibtisch Arbeit ) und zu aktiven Zeiten meist recht schnell Kilos runter habe ( auf einer archäologischen Grabung mal 10 Kilo in 3 Monaten).

Nach viel Recherche habe ich dann Rechner gefunden, mit denen man den Grundumsatz seines Körpers berechnen konnte. Mein Favorit ist der Rechner von Mic’s Body Shop, zwar gibt es das Ergebnis nur per Mail, ich finde das aber sehr übersichtlich. ( Ich muss mich für den häufigen Gebrauch fast schon entschuldigen, aber er funktioniert auch super um antike Bauern zu berechnen^^).
Kann ja jeder gerne selbst ausprobieren.
In den nächsten Tagen werden ich Teil 2 schreiben, dort geht es dann ums Tracking, womit ich für mich selbst den Wohlfühlpunkt als Einstieg zur Umstellung meiner Ernährung gefunden habe.

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Body-Modification vs. Fatshaming

Nachdem ich im November 2014 mit dem Rauchen aufgehört habe ( nach ca 20 Jahren. Leider bin ich durch nen doofen Arbeitskollegen seit 3 Wochen wieder drauf, aber das Problem ist schon wieder in Angriff genommen. Es wiedert mich selbst nämlich absolut an) sagte die Waage im Sommer letzten Jahres dann 115 kg bei 1,73kg Körpergewicht. UFF…
Wissensextremisten, zu denen ich mich zähle, packen in aller Hinsicht das Problem an der Wurzel an. Nachdem der Mensch ein Säugetier ist, muss es ja schließlich auch Haltungsempfehlungen geben. Mit der Ernährung beschäftige ich mich seit etwa 2008, habe sie aber immer nur auf den Menschen im historischen Kontext zentriert. Jetzt also mal das ICH im Focus.
1.) Wenn du mehr isst, als das der Körper es verbrauchst, dann nimmt man zu. Und zwar bis man stirbt. Kritische Betrachtung diverser Studien: Plus gibt Pfunde, Minus und man verliert sie.
2.) Unvernünftig kann jeder in kurzer Zeit viele Kilos verlieren, vernünftiges Diäten reduziert das Körperfett, aber nicht die Muskelmasse.
3.) Wer in einer Diät zu wenig Eiweiß zu sich nimmt, reduziert die Muskelmasse. Wer viel Eiweiß zu sich nimmt, muss viel trinken, sonst gibt es Nierensteine.
4.) Gesteigerte Aktivität hilft beim Diäten. Also etwas Kardiotraining, mehr zu Fuß gehen und 2 bis 3 mal die Woche Kraftsport.
Das Ergebnis bis jetzt: gute 20 Kilo runter , und als Indikator für den Kraftsport ist der Bizeps /Trizeps um ca 3 cm Umfang angewachsen. Den Rest zu messen macht keinen Sinn, da ist die Speckschicht noch zu dick. Ich möchte noch runter auf ca 80kg, alles andere ist mumpitz, ich müsste das Körperfett auf unter 14% bringen. Möchte ich derzeit aber nicht.
In diesem Sinne: Fett finde ich mich hässlich. Mit Disziplin lässt sich der Körper verändern. Wer fett ist, verpasst etwas. Das Gefühl, sich freier bewegen zu können.

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